Unternehmen die gescheitert sind
Unternehmen die gescheitert sind

Erinnern Sie sich noch an Nokia? Sagt Ihnen Kodak etwas? Was wurde aus Quelle?

Diese Unternehmen haben eines gemein: sie sind alle gescheitert, weil sie nicht ausreichend bereit waren, sich der Veränderung ausreichend zu öffnen.

Beispiele schlechtes Change Management

Paradox an diesen drei Beispielen ist, dass zumindest 2 der 3 genannten Konzerne, den Schlüssel für den richtigen Schritt in den Händen hielten.

Kodak erfand die digitale Fotografie

Im Jahre 1975 war Kodak ein Pionier in der Entwicklung alternativer Technologien für die Bildaufnahme. Die Idee und Umsetzung wurde von der geschaffenen Innovationsabteilung durch den Mitarbeiter Steven Sasson umgesetzt und erfolgreich getestet.

37 Jahre später – 2012 – musste die Unternehmung Insolvenz anmelden. Ein Untergang des einzigen Weltkonzerns im disruptierten Markt der Fotografie. Ironisch ist, dass man auf das „falsche Pferd“ gesetzt hatte und die Innovation der digitalen Bilderstellung ignorierte.

Konkurrzensituation im Jahr 2000

Die Technologie, die man über Jahrzehnte in der Schublade liegen hatte, die der Schlüssel gewesen wäre, wurde als nicht wichtig erachtet. In der Analyse des Untergangs kommt man zu dem Schluss, dass der Fehler im Erfolg lag. Es bestand keine Notwendigkeit etwas zu ändern. Eine Veränderung in der Strategie schien nicht sinnvoll, da Marktposition und Kennzahlen einer gesunden Unternehmung hervorragend waren.

Die Identifikation für die Gefahr war nicht gegeben und resultierte in einem Super-GAU: der Insolvenz. Ob es arrogant war zu glauben, dass Konkurrenten, von denen man zum damaligen Zeitpunkt gar nicht von ausging, dass sie einmal die Verdrängung der eigenen Marke vorantreiben würden, ist hypothetisch. Allerdings lässt sich konstatieren, dass ein Change (Change Management) dieses Fiasko hätte verhindern können.

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1888 gegründet und einstiger Pionier in der Geschichte der Fotografie

Über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren, war der Konzern ein Indikator für Innovation und Fortschritt. Entwicklungen wurden vorangetrieben und führten zu einer führenden Position im Kamerageschäft.

Das Scheitern dieser Marke muss in der fehlerhaften Einschätzung des Managements gesucht werden. War man zu satt? Gab es interne Widerstände sich dem digitalen Markt ausreichend zu öffnen? Vermutlich von allem ein wenig. Fakt ist, dass die Möglichkeiten vorhanden waren und es zu verhindern gewesen wäre.

Nokia feierte noch die Marktführerschaft, als das Ende bereits besiegelt war

Härter konnte ein Fall nicht sein. Im Jahre 2006 wurden über 50% aller weltweit ausgelieferten Mobilfunkgeräte von der finnischen Marke produziert. Nokia war „Top of Mind“ – wer etwas auf sich hielt, kaufte es.

Nur ein Jahr später erschien ein Telefon auf dem Markt, dass so viel mehr konnte, als die besten Nokia-Geräte: das iPhone.

Apple disruptierte den Mobilfunkmarkt

Warum sah niemand bei Nokia die enorme Veränderung, die dieser kleine Computer mit Telefonfunktion innehatte? Wurde sie registriert, aber für nicht innovativ erachtet? Hatte man keine Möglichkeiten in die selbe Richtung zu gehen?

Auch in diesem Fall lässt sich wieder nur spekulieren, ob es die Arroganz des Erfolgs, gegeben durch die Marktführerschaft, gewesen ist, die eine Veränderung verhinderte.

Irritierend ist jedoch, dass der einstige Holzstoffhersteller (Papierfabrik) im Jahre 1967 selbst einen kolossalen Wandel vorgenommen hatte und sich in Richtung der Mobilfunkbranche orientierte. Die DNA der Unternehmung sollte somit offen für ein neuerliches Change Management gewesen sein.

Quelle – einstiger Versandkönig

Im Jahre 1994 machte sich ein amerikanisches Unternehmen auf, seine Waren über das Internet zu verkaufen. Geschickte Nutzung von Zwischenhändlern ermöglichten den rasanten Aufstieg einer der aktuell wertvollsten Konzerne der Welt: Amazon.

Es wurde zur Kenntniss genommen, jedoch war die Reaktion auf die Bedrohung durch ein Start-Up für nicht ausreichend groß eingestuft worden. Indikatoren wie signifikant günstigere Preise seitens der Konkurrenz, waren kein Grund für einen systematischen Richtungswechsel.

Der finale Niedergang wurde 2009 erreicht.

Change Management kann essentiell sein

In vielen Fällen ist es keine Option. Es ist notwendig sich dem Wandel und damit verbunden, den Veränderungen zu stellen. Es lässt sich nicht sagen, ob die genannten Beispielfirmen keinen, oder nur geringen Aufwand im Change Management betrieben haben. Das Ergebnis zeigt jedoch, es war nicht ausreichend und die Disruption eines Marktes kann bereits begonnen haben, während die Unternehmung selbst noch die besten Kennzahlen der Geschichte feiert.

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