Warum kommen Sie im Job nicht weiter? Weshalb passieren immer wieder die gleichen Dinge und Situationen ähneln sich?
Wie schaffen Sie es, die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen und was ist auf dem Weg dorthin eine Barriere, die unüberwindbar scheint?

Reflektieren Sie sich selbst

Ursachenforschung aus subjektiver Sicht – Ihrer eigenen – zu betreiben, ist äusserst mühselig und oftmals nicht zielführend. Das größte Hindernis bei der Betrachtungsweise der eigenen Situation ist, dass eben nicht objektiv analysiert wird.
Wenn ich etwas falsch mache und es mir auffällt, dann würde ich es abstellen. Die Einschätzung, dass etwas fehlerhaft ist, ist ein massives Problem bei der Herangehensweise.

In diesem Beitrag möchten wir auf Fehler eingehen und Ihnen die Möglichkeit geben, sich selbst zu hinterfragen, ob es Parallelen zu Ihrem Verhalten gibt. Die Konfrontation kann Ihnen helfen, zukünftig anders zu agieren und Fehler dieser Art nicht mehr zu begehen.

1. Höflichkeiten pflegen und leben

Ein Minimum an Höflichkeit ist Grundlage und muss immer gelebt werden. Es zollt nicht nur Ihren Kollegen Respekt, es fördert auch die Atmosphäre im Büro. Es reicht nicht aus, am Morgen die Tageszeit zu sagen und beim Verlassen des Büros ein „Tschüss“ verlauten zu lassen.
Wer sich höflich verhält, kann auch Höflichkeit erwarten. Seien Sie Ihrem Kollegium gegenüber sachlich und führen Sie den Dialog in einer Weise, wie Sie auch gerne angesprochen werden. Verwenden Sie in Anweisungen immer die Vokabeln „Bitte“ und „Danke“, denn Ihr Gegenüber verdient die Wertschätzung einer höflichen Ansprache.

2. Vermeiden Sie Egozentrik

Selbst wenn Sie vorgesetzt sind und Kollegen Ihnen zuarbeiten, so muss sich nicht alles um Sie drehen. Wenn Sie sich ausschließlich in den Mittelpunkt stellen und erwarten, dass Ihre Bedürfnisse immer Vorrang haben, laufen Sie Gefahr, dass Sie sich selbst isolieren. Agieren Sie auf Augenhöhe und berücksichtigen Sie die Situation in der ein Kollege/eine Kollegin, Ihnen, seinem / ihrem Chef entgegentritt. Richtige Empathie bewirkt, dass Sie Teil des Konstrukts sind und nicht nur der Koordinator eines Gebildes, dem Sie voranstehen.

3. Sind Sie ein Egoist?

Vermutlich noch schlimmer als ein Egozentriker, ist ein Egoist…ganz abgesehen von einem egozentrischen Egoisten.
Warum sind Team Player so gefragt? Weil Sie sich auch zurücknehmen können und die Dynamik des Gefüges nutzen. Auch als Vorgesetzter kann es von Vorteil sein, sich dem Meinungsbild der Abteilung unterzuordnen.
Ferner ist heute nicht mehr gefragt, nach dem Motto zu agieren: „nach mir die Sinnflut“. Team Playing ist eines der wichtigsten Soft Skills bei der Selektion von Führungskräften.

4. Meinungen respektieren

In Diskussionen und beim Austausch von Meinungen kommt es sehr häufig vor, dass Sie dogmatisch Ihren Standpunkt vermitteln möchten? Die Inhalte und Standpunkte Anderer zu hören und als relevant zu betrachten, ist zielführend und produktiv. Selbst wenn Sie anderer Meinung sind, so lassen Sie Ihre Kommunikationspartner ausreden und unterbrechen ihn nicht.
Nicht nur der respektvolle Umgang im Zuhören, auch die Wahrnehmung Ihrer Gesprächspartner, dass Sie offen für andersartige Positionen sind, bringt Sie in der Gunst weiter und erhöht Ihre Akzeptanz. Konstruktive Gespräche müssen nicht linear verlaufen, die Kommunikationskultur ist bisweilen wichtig für den produktiven Ausgang und die Zielerreichung.

5. Sind Sie ausreichend Selbstbewusst?

Gemeint ist eine gesunde Wahrnehmung der eigenen Person. Sind Sie sich Ihres Stellenwertes bewusst und leben Sie auch danach?
Es ist bewiesen, dass Personen mit minderwertigem Selbstbewusstsein, größere Schwierigkeiten haben, voran zu kommen.
Wie in vielen Dingen, ist die Balance entscheidend. Es sollte nicht übersteigert, jedoch ausreichend vorhanden sein, damit Sie nicht in Ihrem Aktionsraum gehindert sind. Sie haben einen Wert in der Gruppe und Ihre Stimme hat Gewicht.
Viele Menschen leiden unter der zwanghaften Unterordnung der eigenen Person und haben sich selbst dazu konditioniert ohne Selbstbewusstsein zu agieren. (siehe Impostor-Syndrom)

Just put [php_everywhere] where you want the code to be executed.

6. Falsche Fokussierung

Sie gewichten Ihre Aufgaben falsch und vergeben falsche Prioritäten? Eruieren Sie die Wichtigkeit nach objektiven Parametern.
Was hat zeitlich die größte Relevanz? Was ist für die Fortführung des Projekts aktuell am notwendigsten.

Arbeiten Sie nicht zeitgleich an mehreren „Baustellen“. Der Versuch mehrere Tätigkeiten simultan zu bewerkstelligen, führt zwangsläufig zu Problemen. Konzentrieren Sie sich auf eine Aufgabe und erledigen Sie die andere im Anschluss.
Eine ordnungsgemäße Organisation der eigenen Tätigkeiten vereinfacht es Ihnen strukturiert arbeiten zu können.

7. Konzentrationsmangel durch Überforderung

Sie wollen unbedingt das Projekt abschließen und sitzen noch sehr spät im Büro. Ihre Aufmerksamkeit geht gegen Null und Ihre Konzentration sinkt rapide. Nehmen Sie sich Zeit und finalisieren Sie alles, wenn Sie wieder mental und physisch ausgeruht sind.
Die fatale Konsequenz dieses Aktionismus ist einzig, dass eine immens hohe Fehlerquelle entsteht. Ein fehlerhaftes Konzept am heutigen Tag ist deutlich schlechter, als ein Tadelloses am morgigen…

8. Achten Sie auf Ihre Gesundheit

Mens sana in corpore sanoEin gesunder Geist in einem gesunden Körper.
Ihre Gesundheit ist wichtiger als alles andere. Achten Sie auf sich und ignorieren Sie die Signale nicht.

In einer Zeit von ständiger Auslastung und Überforderung durch kognitive Tätigkeiten, ist eine Work-Life-Balance nicht nur ein Hashtag, sondern sollte fester Bestandteil Ihrer Lebensweise sein.
Sind Sie erst einmal richtig krank, dann ist Ihre Karriere augenblicklich beendet.

9. Lehnen Sie Dinge auch einmal ab

Wer ständig „Ja“ sagt, von dem erwartet man keine Ablehnung einer Aufgabe. Lernen Sie es, begründet Tätigkeiten abzulehnen. Ein thematisiertes „Nein“ kann hilfreicher sein, als die Annahme einer Aufgabe, derer Sie nicht gewachsen sind.
Verfallen Sie dabei nicht in die Position zu glauben, dass Ihre Ablehnung ein Versagen sei, sondern beurteilen Sie es vielmehr als Erfolg, eine ehrliche Betrachtung im Sinne der Unternehmung vorgenommen zu haben.

10. Morgen ist auch noch ein Tag?

Der Fachterminus für das Aufschieben von Aufgaben ist Prokrastination.
Im Fokus liegen Tätigkeiten, die nicht leicht von der Hand gehen. Die Folge ist Stress und Termindruck. Die direkte Bearbeitung nach Dringlichkeit lässt sich lernen und sollte zukünftig für Sie kein Thema mehr sein, wenn Sie erfolgreich sein wollen.

Wir hoffen Ihnen mit diesem Beitrag hilfreich bei der Selbstreflexion zur Seite gestanden haben, damit es auch weiterhin steil bergauf geht mit Ihrer Karriere.

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