Was ist Headhunting und ist es überhaupt noch zeitgemäß?

Der Begriff findet seinen Ursprung aus einem eher divergenten Umfeld: der Kopfgeldjägerei. Der wilde Westen ist vorbei und die Einführung der Vokabel in das Recruitment von Personen ist fest verankert.

Was wird denn genau gesucht (oder gejagt)? In der heutigen Zeit ist es eher selten, dass eine spezifische Person – ein konkreter Kandidat – angeworben werden soll. Vielmehr wird ein Profil gesucht, dass einem Konglumerat von Anforderungen entspricht.

Headhunting 2.0

Wie viele Prozesse, durchläuft auch die Recruitierung aktuell einer großen Veränderung. Digitale Möglichkeiten in Form der Selektion und die Möglichkeit der Interaktion mit Kandidaten, erleichtern den Prozess zum Einen, limitieren die Qualität der Selektion zum Anderen.

Massenhafte Anfragen in Richtung der Kandidaten, lassen die gewünschten Protagonisten überfordert zurück und verursachen eine Form der Ignoranz. Schlüsselpositionen müssen besetzt werden und das Angebot an Bewerbern ist endlich. Studien belegen, dass bestimmte Berufsgruppen bis zu 30 Anfragen pro Monat erhalten, die sich wie „Spam“ anfühlen.
Die Folge dieser Bombardierung seitens der Personalvermittler mit teils unspezifischen Mandaten und diffusen Stellenbeschreibungen, resultieren in einer Ablehnung seitens der umworbenen Personen.

Im Durchschnitt sendet ein Kandidat, der offen für eine berufliche Veränderung ist, seinen Lebenslauf 2,3 Mal pro Recruitmentprozess an einen Headhunter.

Was sind die Kriterien für eine erfolgreiche Vermittlung und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, damit der geeignete Kandidat nicht nur gefunden wird, sondern auch Bereitschaft signalisiert, offen für weitere Dialoge zu sein?

Vertrauensbasis und Erfahrungswerte sind Grundlagen für eine Partnerschaft

Wie in fast allen Bereichen, ist die persönliche Note wesentlicher Bestandteil für fruchtbare Partnerschaften. Genau darin begründet liegt die erfolgreiche Zusammenarbeit, sowohl von Mandanten mit Personalvermittlern, als auch von Kandidaten mit den Recruitern. Nichts ist hilfreicher, als ein gutes Gefühl und eine fortwährende Symbiose.
Erfahrungswerte der Vergangenheit lassen sich immer gut in die Gegenwart transportieren und sind Wegbereiter für die Zukunft.
Umfragen haben ergeben, dass Kandidaten maximal 3 Personalvermittler nutzen und die Erfahrungswerte ausschlaggebend für zukünftige Entscheidungen sind.

Ferner ist ein Betreuen der Kandidaten über das aktuelle Recruitmentverfahren hinaus, ein Indikator auch zukünftig den Dialog mit dem Bewährten zu suchen. Eine Vermittlung endet nicht zwangsläufig mit der Vertragsunterschrift, sonder sollte darüber hinaus in der Begleitung der Person fortgesetzt werden.

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