In diesem Beitrag widmen wir uns dem Schriftstück Selbstprofil. Wir wollen die Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie mit Hilfe dieses Dokuments, eine noch genauere Darstellung Ihrer Person und Ihres beruflichen Werdegangs erzeugen können.

Das Selbstprofil liefert additive Informationen über die bereits gelieferten Eckpunkte Ihres Werdegangs, die Sie in Ihrem Lebenslauf kommuniziert haben. Die Erstellung eines Profils ermöglicht es Ihnen, mehr Details und damit verbunden, Facetten und additive Parameter zu präsentieren.

Des weiteren, werden wir inhaltliche Elemente definieren und über potentielle Fehlerquellen, die „No-Gos“, sprechen.

Warum sollten Sie ein Selbstprofil schreiben?

Das Selbstprofil gibt Ihnen die Möglichkeit, den Empfänger Ihrer Bewerbung „an die Hand zu nehmen“ und Ihn dezidiert durch Ihr Leben zu führen. Neben den Hard Skills, die Sie definieren, werden die Soft Skills genannt und können in einen Kontext, zu den Stationen Ihrer Laufbahn, gesetzt werden.
Viele Personalentscheider begrüßen es, einen solchen detaillierten Abriss des Lebens zu erhalten, da gewisse Motivationen, sowie Emotionen geliefert werden können und der Charakter des Kandidaten besser zum Vorschein kommen kann.
Jene, die keinen Wert darauf legen, werden es Ihnen nicht negativ auslegen, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mehr inhaltlichen Stoff, zu liefern.

Das Selbstprofil kann das Bindeglied der Erklärung zwischen den einzelnen Etappen in Ihrem Werdegang sein. Wie kam es dazu, dass Sie zunächst jahrelang vertrieblich gearbeitet haben, um dann eine Marketingkarriere einzuschlagen. Was war der Auslöser?

Allerdings sollte das Selbstprofil einen Mehrwert liefern. Sofern es sich inhaltlich nicht von Ihrem Lebenslauf unterscheidet und nur der strukturelle Aufbau ein Anderer ist, so sollten Sie es weglassen.

Verbindung von Hard und Soft Skills

Die Möglichkeit der Konnektierung von harten Fakten, mit genauen Beschreibungen Ihres täglichen Agierens in den jeweiligen Positionen, lässt weniger Fragen offen und ergibt ein klares Bild Ihrer Tätigkeit. 
Erlernte Fähigkeiten, abgeschlossene Projekte, sowie anwendungspezifische Prozesse, dürfen beschrieben werden und runden Ihre Bewerbung ab.
Persönliche Erfolge dürfen benannt werden und lassen Sie in einem guten Licht darstehen. Auch hier sollten Sie nur die Fakten für sich sprechen lassen und die Bewertung dem Lesenden überlassen.

Stil und Aufbau

Auch für das Selbstprofil gilt: kurz und prägnant in der Darstellung. Verwenden Sie Stichpunkte und keinen langen Fließtext. Die Lesbarkeit ist ausschlaggebend und liefert dem Betrachter den gewünschten Komfort, Informationen schnell zu erhalten.
Im Ganzen sollte Ihre Bewerbung einen erkennbaren Ductus in der Erstellung haben. Die Optik der einzelnen Elemente (Lebenslauf, Anschreiben und des Selbstprofils) sollte eine klare Linie haben. 
Ein Corporate Design ist erstrebenswert, sodass die Stringenz in den Dokumenten mit den inhaltlichen Elementen übereinstimmt.

Verwenden Sie tabellarische Strukturen. Diese sind leichter zu betrachten und lassen das Schriftstück „aufgeräumt“ erscheinen.

Just put [php_everywhere] where you want the code to be executed.

Falsche Bescheidenheit ist hier Fehl am Platz

Sie möchten überzeugen und haben Erfolge vorzuweisen. Präsentieren Sie diese und stellen sich im bestmöglichen Licht dar. Achten Sie darauf, dass Sie nicht arrogant wirken und liefern Sie bestenfalls Belege für das Beschriebene. 
Bescheidenheit ist ein gänzlich falsches Element und wird Ihnen keinen Vorteil bringen. (siehe auch Impostor-Effekt

Prävention für falsche Interpretation

Wenn nur wenige Informationen existieren, beginnt der Leser mit seiner eigenen Interpretation und simuliert die fehlenden Bausteine. Sofern Sie erklärend agieren und diese Lücken mit Ihrem Profil schließen, lenken Sie den Personaler in die richtige Richtung. Wie bereits erwähnt, können Motive für berufliche Richtungswechsel erklärt werden und bewirken, dass der Entscheider nicht selbst gedanklich aktiv wird- er kreiert keine eigene Geschichte.

Wo soll Ihre Reise hingehen?

Das Selbstprofil gibt Ihnen die Chance, einen Ausblick Ihrer Ambitionen zu liefern und lässt es zu, dass Sie zukünftige Wünsche und Perspektiven näherbringen. Sie können Ihre Motivation für bestimmte Dinge näherbringen. Lassen Sie die Firma an Ihrem Plan teilhaben. Durch geschickte Verknüpfung mit Elementen des Stellenprofils, für das Sie sich bewerben, zeigen Sie auf, warum es Ihnen ein Anliegen ist, die Position zu bekleiden. 
Entscheider bevorzugen Kandidaten mit klarer Vorstellung – die ohnehin jeder hat – und diese kundtun. Nicht ohne Grund, werden Sie oft gefragt, „wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“, „was ist Ihr berufliches Ziel?“.

Die genannten Entwicklungswünsche sollten realistisch sein und im besten Fall einen Zusammenhang mit den Möglichkeiten der Position haben. Eine gesunde Dosis ist hier gefragt, da Sie ansonsten Gefahr laufen, als weltfremd abgestempelt zu werden.

Individualität zeigt Einsatz

Nutzen Sie die Chance und erstellen Sie für jede Bewerbung individuelle Selbstprofile. Gehen Sie inhaltlich auf Komponenten der Unternehmung, bei der Sie sich bewerben, ein. Stellen Sie Brücken zu der Jobbeschreibung her und liefern Sie Argumente mittels Ihres Werdegangs, die schablonenartig, auf das Anforderungsprofil passen.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Beitrag einen Mehrwert gebracht hat. Weitere interessante Artikel für Ihre nächste Bewerbung finden Sie unter:
Bewerbungstipps: Der Lebenslauf
Bewerbungstipps: Generelle Fehlerquellen Teil I
Bewerbungstipps: Generelle Fehlerquellen Teil II

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