In der jüngst veröffentlichten Studie des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) lässt sich ein positiver Trend für das Jahr 2021 ersehen. Die Studie simuliert auf Basis der aktuellen Kennzahlen (Konjunktur, Niveau, Saison) ein ökonometrisches Model, das veranschaulicht wie sich der Arbeitsmarkt im kommenden Jahr im Vergleich zur aktuellen Situation verändern wird.
Die Arbeitsmarktprognose versucht eine realistische Einschätzung der möglichen Veränderungen des Arbeitsmarkts für das Jahr 2021 zu geben.

Generell gute Aussichten für 2021

Die Erwartung für das kommende Jahr 2021 ist eine Positive. Nach Prognose des IAB ist man sehr zuversichtlich, dass deutschlandweit die Quote der sozialpflichtig Beschäftigten einen Anstieg verzeichnet.
Die genutzten Kurzarbeitsregelungen im laufenden Jahr haben ohnehin dafür gesorgt, dass die krisenresultierenden Einbrüche in der Beschäftigung bis dato ausgeblieben sind.

Die Simulation ergibt, dass es sowohl in Ost-, wie auch in Westdeutschland im Jahr 2021 einen Anstieg der Beschäftigten geben wird und somit keine regionale Diskrepanz zu erwarten ist.

Corona verantwortlich für Anstieg der Arbeitslosenquote

Die Pandemie hat starke Auswirkungen auf die Wirtschaft. Trotz der großen Subventionspakete der Bundesregierung kann das Defizit nicht kompensiert werden. Die logische Folge ist eine Senkung der Produktivität und damit verbunden die Nachfrage an Personal – Folge: Erhöhung der Arbeitslosigkeit.

Schaut man sich die Entwicklung im Bundesland Bayern exemplarisch an, so wird ersichtlich, dass die Quote im Zeitraum 2020 im Verhältnis zum Vorjahr 2019 um 54% ansteigen wird.
Im Gegensatz dazu ist ein deutlich geringer Anstieg in den neuen Bundesländern erkennbar.

Arbeitslosenquote wird in Deutschland im Jahr 2021 signifikant zurückgehen

Für das kommende Kalenderjahr prognostiziert das IAB, unter Berücksichtigung kontrollierter Parameter und der Annahme keiner deutlichen Verschlimmerung durch die Corona Pandemie, einen relevanten Rückgang der Arbeitslosenquote.

Arbeitslosenquote Veränderung 2021 im Verhältnis zu 2020 in Prozent (Basis IAB Daten) – Quelle Grafik P3RSONALITIES

Im kommenden Jahr sollte in den neuen Bundesländer der größte Abbau der Arbeitslosenquote verzeichnet werden. Im Zusammenhang mit dem moderaten Anstieg der Quote im Jahr 2020, ergibt sich eine positive Prognose für den ostdeutschen Teil der Republik.

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Fazit der Studie

Die, seitens der Bundesregierung, vorgenommen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie, haben gravierende Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum.
Als Konsequenz der zeitlichen Schließung, sowie der Restriktionen im Umgang mit dem Virus, fordern seinen Tribut und resultieren sich in steigenden Arbeitslosenquoten.
Die tatsächliche Entwicklung des Arbeitsmarkts steht in engem Kontext mit den zukünftigen Maßnahmen und der Entwicklung der Virussituation.
Die verwendete Kurzarbeit als Instrument zur Prävention von Massenentlassungen maskieren die tatsächliche Ist-Situation des Arbeitsmarktes. Für das Jahr 2021 wird es entscheidend sein, in welcher Größenordnung anstehende Insolvenzen anstehen und damit verbundene Mitarbeiterfreistellungen.

Ferner kann es zu regionalen Unterschieden auf Basis der notwendigen Maßnahmen kommen – Föderalismus der Bundesländer mit unterschiedlichen Richtlinien im Umgang mit der Pandemie.
Medizinische Komponenten, wie eine Verbesserung der Medikation oder Impfmöglichkeiten können gravierenden Einfluss in die wirtschaftliche Gesundung des Landes haben.

Unter dem Strich lässt sich konstatieren, dass die Auswirkungen der Pandemie auch im kommenden Jahr, das maßgebliche Kriterium für die Veränderung der Arbeitsmarktsituation sein werden.

Erwartete Arbeitslosenquoten deutschlandweit:

Die gesamte Studie finden Sie unter www.iab.de.

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